Schleswig-Holstein

Erprobung neuer Strategien zum Erhalt und zur Entwicklung von artenreichem Grünland in Schleswig-Holstein

Ziele

Erprobung von Strategien für den Grünlanderhalt und die Grünlandentwicklung mit dem konkreten Ziel der Programmierung neuer Vertragsnaturschutzmuster.

Kurzbeschreibung

Aussichtsreiche Ansätze, um Übereinkünfte mit Eigentümern und Nutzern zu erzielen, die einen wirksamen Erhalt der Arten und Lebensgemeinschaften des Wertgrünlandes gewährleisten, wurden in einer Kulisse außerhalb von Natura 2000 Gebieten, Naturschutzgebieten und Eigentumsflächen der Stiftung Naturschutz weiterverfolgt und neue Ansätze erprobt. Basierend auf den Erkenntnissen aus dem vorangegangenen Modellvorhaben wurden die Bereiche des artenreichen Grünlandes (Wertgrünland) mit einem besonderen Handlungsbedarf in den Vordergrund gestellt hat.

Aktivitäten

  • Erhebungen und gezielte Befragungen im Zuge von Betriebsbesuchen auf bekannten und auf neuen Betrieben.
  • Konzeption von zwei neuen Vertragsnaturschutzmustern, die dem Erhalt und der Entwicklung von artenreichen Grünlandflächen dienen.
  • Erprobung eines tragfähigen Nutzungskonzeptes für die Verwertung von Aufwüchsen des Nassgrünlandes.
  • Umsetzung eines Pflegekonzeptes für den Erhalt der wertvollsten Flächen des Nassgrünlandes.

Ergebnisse

Im Bereich des arten- und strukturreichen Dauergrünlandes wurden mit dem Fokus auf die Standorte mit trockener bis frischer Prägung 2017 zwei neue Agrarumweltmaßnahmen zur Entwicklung und zum Erhalt von artenreichem Grünland programmiert. Zusätzlich wird der im Vorprojekt als „Modularer Maßnahmenkatalog“ angebotene Vertrag für eine extensive Nutzung von artenreichen Grünlandflächen über das Vertragsmuster „Erhaltung artenreichen Grünlands“ im Angebotskatalog des DVL aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein fortgeführt. Für das artenreiche Nass- und Feuchtgrünland erwies sich der Ansatz, über eine entsprechende Förderung der Bewirtschaftung eine verstärkte Nutzung der Aufwüchse in Milchviehbetrieben zu etablieren wegen zu hoher Kosten als derzeit nicht praxistauglich. Vor diesem Hintergrund wurde deshalb ab 2017 zum Erhalt, zur qualitativen Entwicklung und zur Wiederherstellung des nassen Wertgrünlandes das Konzept verfolgt, die wertvollsten Flächen in ein Pflegeregime zu übernehmen. Die Wertigkeit der Flächen wurde dabei vor allem an dem Vorkommen der relevanten Lebensraumtypen sowie an dem Grad des Artenreichtums bemessen. Die Eckdaten dieses Pflegeregime aus 2018 sind nachstehend aufgeführt:

  • Es wurden 199 Flächen mit insgesamt 224 ha selektiert.
  • Bei 65 aller 199 selektierten Flächen hat die Sichtung einen unzureichenden Pflegezustand ergeben.
  • Eine Pflegemahd mit einem speziell für Nassgrünlandflächen geeignetem Gerät (Brielmaier-Mähgerät) konnte 2018 auf gut 27 ha einmalig bzw. auf gut 6 ha zweimalig verwirklicht werden.
  • Es entstanden dabei für Mahd, Räumen des Mahdgutes und tlw. für die Entsorgung des Mahdgutes Kosten insgesamt in Höhe von rund 42.000 Euro.

Laufzeit

2016 - 2018

Fördermittelgeber

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
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