Schleswig-Holstein

Gemeinschaftlicher

Ackerwildkrautschutz

Gemeinschaftlicher Ackerwildkrautschutz: Erprobung neuer Förderangebote für landwirtschaftliche Betriebe

Die Lokalen Aktionen und der DVL bieten im Rahmen des Modellprojektes „Gemeinschaftlicher Ackerwildkrautschutz“ in den Jahren 2026-2028 verschiedene einjährige Fördermaßnahmen an. Die Maßnahmenangebote richten sich sowohl an konventionell als auch an ökologisch wirtschaftende Betriebe.

Interessierte Betriebe können auf Basis eines „Maßnahmen-Baukastensystems“ jahrweise flexibel zwischen verschiedenen Verträgen auswählen, die sich nur auf die jeweilige Anbauperiode beziehen. Die Ausgleichszahlungen belaufen sich je nach Maßnahme auf 120 bis 1.010 € je ha und Jahr. Eine Teilnahme kann insbesondere für ertragsschwache Flächen interessant sein, auf denen sich ein intensiver Betriebsmitteleinsatz nicht lohnt. Es wird auch eine Pauschalzahlung für kleinflächige Bewirtschaftungsanpassungen angeboten, durch die aktuelle (Rand-) Vorkommen besonders seltener Wildkrautarten erhalten werden können (max. 0,2 ha, 220 € Pauschale).

Im Rahmen eines landesweiten Ackerwildkraut-Wettbewerbs wird zusätzlich eine erfolgsorientierte Maßnahme angeboten. Für den Erhalt der Förderung müssen hierbei keine Auflagen eingehalten werden, maßgeblich ist allein der Nachweis wertgebender Ackerwildpflanzenarten, die auch im Schlaginneren vorkommen müssen (siehe Ökoregelung 5 “Kennarten Dauergrünland”). Die Gewinner-Äcker werden mit 450-550 €/ha honoriert. Betriebe, die über aussichtsreiche Äcker verfügen, können diese für das laufende Jahr online für den Wettbewerb anmelden (siehe rechts).

Die Details zu den einzelnen Maßnahmen und die dazugehörigen Förderungen (€/ha) sind in der Projektbroschüre erläutert, die auch Hinweise zu geeigneten Standorten enthält. 

Für alle Fragen zu den Angeboten des „Gemeinschaftlichen Ackerwildkrautschutzes“ stehen die Naturschutzberater/innen der Lokalen Aktionen und DVL-Regionalbüros zur Verfügung, die kostenlos bei der betriebsindividuellen Auswahl und praxistauglichen Ausgestaltung der einzelnen Maßnahmen unterstützen.

Das Modellprojekt „Gemeinschaftlicher Ackerwildkrautschutz“ wird durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen der Umsetzung der Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Schleswig-Holstein - Kurs Natur gefördert.

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