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Umweltminister stellt neues Forschungsprojekt zur biodiversitäts- und klimafreundlichen Landwirtschaft vor

08.06.2021 Erstellt von Dr. Helge Neumann

Lösungsvorschläge werden gemeinsam mit Praxisbetrieben in „Modellregion Schlei“ erarbeitet

Auf dem Milchviehbetrieb der Familie Hobus in Dörphof/Schwansen wurde heute durch den schleswig-holsteinischen Umweltminister Jan Philipp Albrecht ein neues Forschungsprojekt vorgestellt, in dem zusammen mit 30 landwirtschaftlichen Betrieben in der „Modellregion Schlei“ erprobt wird, wie biodiversitäts- und klimafreundliche Anbaumethoden ökonomisch erfolgreich miteinander kombiniert werden können.

Das dreijährige Projekt wird durch die Agrarfakultät der Universität Kiel durchgeführt und durch das schleswig-holsteinische Umweltministerium finanziert. Projektpartner sind der Naturparkverein Schlei, die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL). In dem Forschungsprojekt wird untersucht, wie betriebliche Nährstoffflüsse optimiert werden können, indem spezialisierte Ackerbau- und Milchviehbetriebe durch den Austausch von Acker- und Futterbauflächen sowie Gülletransfer miteinander kooperieren („Hybridlandwirtschaft“). Parallel hierzu wird analysiert, wie besonders „gute“ betriebliche Nährstoffbilanzsalden finanziell vergütet werden können, um so Anreize für eine besonders umweltfreundliche Wirtschaftsweise zu schaffen. Grundlage für die ökonomischen Betrachtungen ist das Modell der „Gemeinwohlprämie“, das der DVL entwickelt hat. Eine weitere Teilfragestellung des Forschungsprojektes ist, wie sich Nulldüngungsflächen durch eine „schlaginterne Segregation“ in den Ackerbau integrieren und zugleich für die Biodiversität aufwerten lassen. Der DVL überprüft hierfür zusammen mit Praxisbetrieben die Auswirkungen der Anlage von feldmittigen Blühstreifen auf Feldvögel.

Das neue Forschungsvorhaben zielt darauf ab, wichtige Grundlagen zur Verbesserung des Umwelt- und Naturzustandes in der „Modellregion Schlei“ zu entwickeln. Die Projektansätze sind so gewählt, dass eine Übertragbarkeit auf andere Landesteile gegeben ist.


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